Die Legende: Mancha Blanca

Wie Verzweiflung und Geiz mehr als 50 Jahre brauchten, um die Kapelle zu realisieren.

Im April 1736, dem Datum der Vulkanausbrüche, ruft ein Franziskaner, Pater Guardian, die Menschen auf, einen Gebetsgottesdienst mit dem Bild der Schmerzensmutter zu organisieren und sich zu den Lavaströmen zu begeben. Die inbrünstige Prozession wurde auf dem Berg Guiguán aufgestellt, und dort versprachen sie feierlich, der Dame eine Einsiedelei zu errichten, wenn es ihr gelingen würde, die Verwüstung einzudämmen, die sich vollzogen hatte. Ein entschlossener und mutiger Mensch, der ein Kreuz umarmte, trat so weit wie möglich in das kochende Magma und nagelte das Kreuz fest, während die Anwesenden weinten und voller Verzweiflung beteten. Als der Lavastrom den Fuß des Kreuzes erreichte, blieb er stehen, begrub kein neues Land mehr.

Die Versprechungen, die der Jungfrau an dunklen und verzweifelten Tagen gemacht wurden, gerieten in Vergessenheit, sobald die Inselbewohner Ruhe und Frieden hatten. In Tinajo gab es nur ein paar reiche Leute, darunter Juan Antonio Acosta, Vater von Juana Rafaela Acosta Umpierrez, einer Ziegenhirtin, die 1774 erst neun Jahre alt war. 

Das Mädchen kümmerte sich eines Tages um die Ziegen, als eine traurige Frau sie freundlich begrüßte und sagte: „Mädchen, geh und sag deinen Eltern, dass sie das Versprechen, die Kapelle zu bauen, einhalten sollen, sonst wird der Vulkan wieder Lava spucken“.

Das Mädchen erzählte diese Begegnung ihren Eltern, die ihr nicht glaubten. Tage später sah das Mädchen die Frau wieder, die ihr die gleiche Prophezeiung nochmals mitteilte, aber sie lehnte ab und behauptete, ihre Eltern würden sie dafür bestrafen, da sie ihr nicht glaubten.

Aber die Heilige Jungfrau, die die trauernde Frau war, legte ihre Hand auf die Schultern des Mädchens und sagte: „Geh, jetzt werden sie dir glauben. Joanna Raphaelas Eltern waren erstaunt und sprachlos, überrascht, den violetten Schatten in Form einer feinen und gut proportionierten Hand zu sehen, der die Schultern des Kindes zeigte. Von diesem Moment an haben sich alle Nachbarn, reich und arm, bemüht, die versprochene Kapelle zu bauen. Die Fertigstellung der Arbeit dauerte etwa weitere zehn Jahre. Seit dem wundersamen Ereignis, das auf der ganzen Insel von Mund zu Mund ging, zeigte die Verehrung der Jungfrau der Schmerzen, dass die Nachbarn Almosen für die Verehrung und Erhaltung der Kapelle spendeten, entweder in Form von Geld, Produkten des Landes oder durch Landübertragungen.

Am 31. Juli 1824, um sieben Uhr morgens, brach der Vulkan zwischen Tao und Tiagua aus. Die Nachbarn bildeten eine Prozession von Guiguan zur Vegueta. Als sie an den Ausläufern von Tamia, auf der Straße von Tiagua nach Tao, ankamen, flehten alle Anwesenden die Gottesmutter an, nicht zuzulassen, dass das Land wieder verödet und ihre Güter zerstört würde. Nach einer Weile hörte der Vulkan auf, Lava auszuspucken. Nach diesem neuen Wunder wurde Unsere Liebe Frau der Schmerzen zur Herrin der Vulkane erklärt.

Im Jahr 1850 wurde die Kapelle geschlossen, zwischen 1854-60 fertiggestellt und 1861 wiedereröffnet.

Im Jahr 1988 war wegen des Verfalls eine weitere Restaurierung notwendig. Am 18. Juni dieses Jahres wurden die Objekte in die Pfarrei Tinajo gebracht. Gegen 1 Uhr mittags holte man das Bild der Jungfrau Maria heraus und zwei Stunden später stürzte die Kuppel der Kapelle ein. Als ob sie darauf gewartet hätte.

Soweit die Legende der Kapelle von Mancha Blanca.

Die Legende: Mancha Blanca

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